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Stärke ist einer der wichtigsten Vertreter von nachwachsenden Rohstoffen zur Herstellung von Biokunststoffen. Dazu wird Stärke durch Extrusion unter Zusatz von natürlichen Plastifizierungsmitteln/Weichmachern thermoplastisch gemacht. Erst diese thermoplastische Stärke dient zur Herstellung von Kunststoff-Formteilen. Der Herstellungsprozess für Werkstücke aus Bio-Kunststoffen ist der gleiche wie bei herkömmlichen Kunststoffen, wobei die Mischung einem Schmelzprozess, z.B. in einem Extruder, und anschließendem Formverfahren, unterworfen wird. Dabei entstehen gleichmäßige, wasserunlösliche Bio-Kunststoff-Produkte.
Diese Produkte haben, im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffen, die aus Erdöldestillaten hergestellt werden, den Vorteil, dass sie aus natürlichen Rohstoffen bestehen und biologisch abbaubar sind.
Bio-Kunststoffe können ebenso wie herkömmliche Kunststoffe verwendet werden, wobei diese jedoch vorwiegend in Anwendungen eingesetzt werden, wo die biologische Abbaubarkeit vorteilhaft ist. So werden Bio-Kunststoffe, vom Verpackungsmaterial, über biologisch abbaubare Folien und Befestigungsmaterial in der Landwirtschaft und im Gartenbau, bis hin zu biokompatiblen Stoffen in der Medizintechnik eingesetzt. Das Potential von Bio-Kunststoffen ist aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten nach wie vor sehr groß, und daher ist auch die Forschungstätigkeit auf diesem Gebiet sehr hoch.
In Österreich wurde dazu der Kunststoff-Cluster gegründet, der als branchen-übergreifendes Netzwerk des Kunststoffsektors wirtschaftliche Aspekte beleuchtet und gezielt nationale und internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bio-Kunststoffbereich betreut.
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