Stärke ist ein von Pflanzen synthetisiertes Polymer,
das enzymatisch gesteuert aus D-Glucose-Molekülen aufgebaut wird.
Es ist das in der Natur am häufigsten vorkommende Polysaccharid und
wird als Reservekohlehydrat in verschiedenen Teilen der Pflanze eingelagert.
Bei der Synthese des D-Glucopyranose-Polymers entstehen
sowohl die Amylose als auch das Amylopektin, die zusammen das Stärkekorn
bilden. Amylose ist ein weitgehend linear aufgebautes Molekül aus
-1,4 verknüpften Anhydro-Glucose-Einheiten mit einer mittleren Molekülmasse
von 1x105-1x106 [g/mol]. Amylopektin ist ein verzweigtes Molekül,
weil es im Gegensatz zur Amylose neben den -1,4 auch -1,6 Verknüpfungen
hat. Außerdem weist Amylopektin eine höhere Molekülmasse
von 1x107-1x108 [g/mol] auf.
Die Stärke liegt in der Pflanze in Form von Körnern
vor. Die Größe der Körner richtet sich nach der Herkunft
der Stärke und liegt zwischen 1-2µm bei Amaranth- und Reisstärke
und etwa 100 µm bei Kartoffelstärke. Stärke ist in seiner
nativen Form wasserunlöslich und wird erst durch Erhitzen über
eine bestimmte Temperatur, der so genannten Verkleisterungstemperatur,
irreversibel in eine lösliche Form übergeführt. Erst in
seiner Form als so genannten "Quellstärke" entwickelt sie
die gewünschten Eigenschaften wie z. B. Rheologie, Wasserrückhaltevermögen,
Klebrigkeit, etc. Der Stärke-Kleister lässt sich durch Walzentrocknung
bzw. Sprühtrocknung in eine trockene, lagerfähige Form überführen,
wodurch man ein kaltwasserlösliches Produkt erhält.
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